Urlaub in der Türkei
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Wo das Tauchen in der Türkei noch erlaubt ist und weshalb es besonders reizvoll ist

Aquaparks • Boote • Rafting • Segeln • Surfen • Tauchen

Vor rund zwanzig Jahren war die Türkei als Revier fürs Tauchen zwar nicht unbekannt, aber eignete sich ob eines besonderen Tauchverbots für diesen Zeitvertreib nicht besonders. Funde von spektakulären Wracks in vielen Gebieten der türkischen Hoheitsgewässer führten innerhalb von einem Jahrzehnt zum beinahe völligen Ende jeder Tauchkultur in diesem Land.

Glücklicherweise ist das allgemeine Tauchverbot, das vor allem dem Schutz der vor der Küste liegenden Kulturschätze diente, mittlerweile wieder aufgehoben, und die Türkei hat sich von ihrem schlechten Ruf unter Tauchern erholt. Die Möglichkeit, erste Tauchversuche mit gestellter Ausrüstung zu unternehmen ist mittlerweile wieder in fast jedem Urlaubsgebiet an der Küste gegeben, und unter professioneller Anleitung kann man in der Türkei relativ leicht seine ersten Erfahrungen sammeln.

Tauchen ist wieder beinahe überall an West- und Südküste erlaubt, und heute sind vor allem die Wracks, die früher der Grund für das Verbot waren, unter Tauchern ein besonders beliebtes Ziel. Allerdings sind Tauchgänge in vielen Regionen nur unter der Anleitung professioneller Tauchführer erlaubt, da die türkischen Behörden noch immer sehr darauf bedacht sind, die Schätze vor ihren Küsten zu erhalten oder, wenn sie geborgen werden, natürlich im eigenen Besitz zu behalten.

Dementsprechend sollten erfahrenere Taucher beachten, dass die Gesetzgebung in der Türkei in dieser Beziehung relativ rigide ist und wenn es denn einem Amateur gelingt, antike Gegenstände aus einem Wrack oder seiner Nähe zu bergen, müssen die gefundenen Gegenstände den türkischen Behörden übergeben werden. Für den Fall eines Verstoßes gegen dieses Gesetz drohen sogar Gefängnisstrafen; gerade als Tourist sollte man also in dieser Beziehung kein Risiko eingehen, auch wenn das besondere Mitbringsel noch so attraktiv erscheinen mag.

In den meisten Urlaubsorten an den Küsten, an denen Tauchen erlaubt ist, kann man eintägige Schnupperkurse sowie Wochenkurse buchen, die dem Erwerb des Padi-CMSA-Brevets dienen, welches eine Türkische Taucherlaubnis darstellt. Das Gesundheitszeugnis, welches für den Erwerb eines solchen Scheines notwendig ist, kann man bei einem türkischen Arzt erstellen lassen, denn die Akzeptanz deutscher Gesundheitszeugnisse stellt unter Umständen ein Problem dar. Neben den günstigen Preisen für die Kurse sticht die Türkei vor allem auch durch den meist sehr preiswerten Verleih der Ausrüstung aus den Angeboten in anderen Ländern heraus.

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