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Informationen für Ihren
Urlaub in der Türkei
Durch welche kulturellen Einflüsse die Türkei ihre heute noch erhaltenen
kulturellen Schätze von unmessbarem Wert erhielt und wie sie die
griechische Blütezeit und das Christentum beeinflusst hat
Die
Vorfahren der Türken waren im 10. Jahrhundert, zur Zeit der großen
islamischen Hochkultur am Hof des legendären Kalifen Harun al-Raschid, aus
den Steppen Asiens zum Schwarzen Meer vorgestoßen und ließen sich dort
nieder. Die Kurden, die ebenfalls noch heute in diesem Gebiet leben, haben
sich für die Regierung der Türkei zu einem gewissen Ärgernis entwickelt,
da sie die kulturellen Wurzeln der Türkei bestreiten und sich nicht recht
ins Bild des Landes fügen wollen. Was wohl einer der Gründe dafür ist,
warum ihre frühere Präsenz in dem Gebiet der heute türkischen Nomaden noch
immer abgestritten wir, auch wenn sie im Vergleich zu den Vorfahren der
Türken die wahren Ureinwohner dieser schroffen und trockenen Welt sind.
Doch die
Vergangenheit der Türkei besteht nicht nur aus dem nomadischen Leben der
Viehhirten; in der Tat findet man in einigen Gebieten des Landes ein
gewaltiges Freilichtmuseum vor, in dem große kulturelle Schätze aus
verschiedenen Epochen der Menschheit zu finden sind. Auch wenn Griechen
und Türken durch die vielen Kriege der Vergangenheit noch heute dafür
bekannt sind, sich gegenseitig nicht besonders zu schätzen, kann niemand
bestreiten, dass man in der Türkei ebenso viele Schätze der antiken
griechischen Hochkultur findet wie in Griechenland selbst.
An der
Westküste der Türkei liegen kulturelle Orte von unschätzbarem Wert, die
man aus den Sagen der griechischen Antike kennt, und ihre Namen sind für
jeden Menschen, der diese Sagen einmal gelesen hat, mehr als klangvoll:
Pergamon, Aspendos und Ephesos liegen auf dem Gebiet der heutigen Türkei,
ebenso wie eventuell die legendäre Stadt Troja, wenn dies auch umstritten
ist. Um 1200 vor Christus begannen die Griechen, die damals die
beherrschende Hochkultur des Mittelmeerraums darstellten, die Westküste
Kleinasiens zu besiedeln und ließen sich somit in einem Gebiet nieder,
welches heute eindeutig der Türkei zuzuschreiben ist.
Doch die
Türkei hat ihre historischen Schätze nicht allein den Griechen zu
verdanken, die Paläste und Bauten der byzantinischen Kaiser sind
sicherlich ebenso bewundernswert wie die Artefakten und Bauwerke aus der
islamisch-osmanischen Zeit. Beide findet man vor allem in der Gegend des
heutigen Istanbul, doch haben auch andere Teile des Landes Zeugen aus
dieser Vergangenheit zu bieten.
Damit ist
man aber noch lange nicht am Ende der kulturellen Schätze dieses Landes
angekommen. Vor allem aus frühchristlicher Zeit finden sich viele
Zeugnisse in der Türkei, so dass abgesehen von Israel kein Land auf eine
so große Zahl von theologisch interessierten Reisenden oder gar Pilgern
zurückblicken kann.
Die
wichtigen Zeugnisse aus der Frühgeschichte des Christentums sind immens
und bedeutungsvoll: so sagt man, dass die Anhänger Jesu an der syrischen
Grenze einst den Namen Christen für ihre junge Religionsgemeinschaft
ausgewählt haben, während Maria und der Apostel Johannes in Ephesos
gestorben sein sollen. Auch wenn es für diese Begebenheit keine
Zeitzeugnisse gibt, stellen doch zwei imposante byzantinische Kirchen die
besondere Verbindung der Stadt zur heiligen Jungfrau und zum Apostel dar.
Besonders
faszinierend für jeden Christen, aber auch für alle anderen religiös
interessierten Menschen sind die legendären Höhlen Kappadokiens. In diese
Höhlen sollen sich die frühen Christengemeinden vor der Verfolgung durch
die Römer versteckt haben, ein Umstand, der durch verschiedene
Felszeichnungen an den Wänden annähernd belegt wird. Besonders
eindrucksvoll sind allerdings eine Reihe von Zeichnungen in diesen Höhlen,
die anscheinend nur wenige Jahre nach der Zeitenwende, die für uns ja
durch die Geburt Jesu eingeläutet wird, entstanden sind. Diese Zeichnungen
sollen Jesus selbst zeigen, dargestellt von Zeitgenossen, die den
Religionsstifter gekannt und gesehen haben. Ein Besuch in diesen Höhlen
ist sicherlich für jeden Menschen unserer kulturellen Prägung ein
Erlebnis, ganz gleich, ob er besonders religiös ist oder nicht.