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Urlaub in der Türkei
Ein
weiterer Grund der für die Türkei spricht, ist die Möglichkeit eine fremde
Kultur zu entdecken, die bezaubernd wie aus einem Märchen aus 1001 Nacht
wirkt
In den
großen Städten der Türkei ist die Kultur der westlichen ähnlicher, als die
meisten Besucher denken.
Ein
wichtiger touristischer Aspekt der Türkei ist allerdings auch die
landeseigene Kultur. Noch immer wird das Land vor allem mit den strengen
Traditionen der islamischen Religion verbunden, vor allem in Deutschland,
wo natürlich kulturelle Differenzen ob des engen Zusammenlebens mit einer
großen Minderheitengruppe, wie der türkischstämmigen Bevölkerung, den
islamischen Charakter des Landes besonders betonen. Es ist ja eigentlich
auch kein Wunder, dass besonders Deutsche sich in dieser Beziehung in der
Türkei meist recht stark verschätzen, denn eine junge Türkin ohne Kopftuch
sorgt in Deutschland für gar keine Verwunderung, während die Frauen, die
ein Kopftuch tragen, sich mit Prozessen und Einschränkungen auseinander
setzen müssen und so weitaus mehr Furore in den Medien machen.
In der Tat
ist die Türkei nämlich nicht unbedingt ein strenges islamisches Land.
Sicherlich, das Hinterland jenseits der großen Metropolen ist auch heute
noch von einer traditionellen islamischen Kultur geprägt, die vielen
anderen Europäern ob ihrer eigenen religiösen Unverbindlichkeit seltsam
erscheinen mag, doch das ist ja nicht die Türkei des 21. Jahrhunderts.
Diese junge
und neue Türkei, der auch viel mehr an den Gedanken des Republikgründers
Atatürk liegt, zeigt sich in den großen Metropolen des Landes, allen voran
in Istanbul, der so genannten heimlichen Hauptstadt.
Reisende,
die diese Millionenstadt besuchen, wundern sich oft, dass Shopping Malls,
Internet Cafés und Handys hier weitaus mehr das Stadtbild prägen als
Moscheen und betende Muslime. Istanbul ist die Verkörperung der jungen
Türkei, und hier wird man auf einzigartige Weise das erfahren können, was
dieses Land ausmacht jenseits der alten und fest verwurzelten, aber auch
in den Augen vieler Türken nicht mehr unbedingt zeitgemäßen islamischen
Kultur. Auch dem Thema Kultur haben wir einen eigenen Artikel gewidmet, in
dem sie weiterlesen können.
Im Hinterland ist die
Türkische Kultur anders geartet. Weit ab von den touristischen Hochburgen
und reichen Städten führen die Menschen ein Leben wie ihre Vorfahren und
es gibt sogar noch Nomaden.
Verlässt man
die klassischen touristischen Zentren der Türkei und begibt sich auf eine
Reise in das anatolische Hochland oder die schroffe Bergwelt des Ostens,
so dringt man in eine Welt ein, die geradezu aus der Vergangenheit zu
stammen scheint. Diese Welt ist geprägt von einem harten und
entbehrungsreichen Leben, welches sich die Menschen durch die
Landwirtschaft erkämpfen, die nicht immer besonders ertragreich ist.
So schroff
wie das Land sind auch seine Bewohner, die daran gewöhnt sind, dass ihnen
nichts geschenkt wird; hier herrschen strenge Tradition, unberührt von der
Türkei, die die Republik sich erschaffen hat, und die Religiösität ist in
den Dörfern allgegenwärtig.
Je tiefer
man in diese Welten der Vergangenheit eindringt, umso wahrscheinlicher ist
es, dass ein Asphaltweg plötzlich endet und man nur noch mit Geländewagen
oder, wie es die Bewohner noch heute tun, mit einem Eselskarren
vorankommen kann.
Unter den
Menschen dieser Region gibt es noch heute Nomaden, die so leben, wie es
die Türken lange vor der Gegenwart getan haben und die mit Zelt und
Hausrat durch das Land ziehen, um sich immer dort niederzulassen, wo es
sich in dieser Jahreszeit am besten leben lässt. Die Viehherden, die diese
Menschen begleiten, sind noch heute ihre wichtigste Quelle für beinahe
alles, was sie zum Leben brauchen, so führen die Nomaden auch im 21.
Jahrhundert ein Leben, das sich seit der Ankunft ihrer Vorfahren in der
Türkei nur wenig verändert hat.